Barockbaumeister Museum in Au
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Rehmen 396883 AuÖsterreich
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Beschreibung & Infos
Kulturerbe aus der Barockzeit
In Au im Bregenzerwald gründete 1657 Michael Beer die Auer Zunft. Ihre Mitglieder planten und errichteten bis in die 1780er Jahre ca. 800 Barockbauten in Mitteleuropa. Zu den bedeutendsten Werken der Auer Zunft zählen die Kirchen und Klöster in Birnau, Kempten, St. Gallen und Einsiedeln sowie Ebersmünster. Wie kam es zur Gründung der Auer Zunft im abgeschiedenen Dorf? Wer sorgte für die Ausbildung der Planer und Bauarbeiter? Wie war die Zunft organisiert? Wie veränderte sich das Leben im Dorf zu jener Zeit? Das Barockbaumeister Museum in Au beleuchtet diese Fragen in vier Themenbereichen.
Ausstellung mit vier Themenfeldern
Was war das Erfolgsrezept der „Auer Zunft“? Wie konnte sie so lange bestehen und welche Auswirkungen hatte die Bautätigkeit in der Ferne auf das Leben im Dorf? Antworten auf diese Fragen gibt das Barockbaumeister Museum in Au in vier Ausstellungsteilen. Sie befassen sich mit den Themen „Planen, bilden, bauen“, „Das Bauen organisieren“, „Mobil und vernetzt“ sowie „Gehen und bleiben“.
Planen, bilden, bauen:
Dieser Ausstellungsteil erzählt von der Gründung der „Auer Zunft“, der Ende des 17. Jahrhunderts mehr als 90 Prozent der männlichen Bewohner von Au angehörten. Von Beginn an setzte ihr Gründer Michael Beer auf eine fundierte Ausbildung der Zunftmitglieder. Die Praxis lernten die Lehrlinge im Sommer auf den Baustellen. Im Winter befassten sie sich zuhause mit Materialkunde, Kostenberechnung und zeichnerischer Darstellung. In Summe bildete die „Auer Zunft“ 1.814 Lehrlinge aus.
Ein Unikat sind die „Auer Lehrgänge“. So heißen zwei handgezeichnete Architektur- und Lehrbücher, ein Sammelwerk von Zeichnungen nach gedruckten und anderen Vorlagen.
Das Bauen organisieren:
Ein hoher Organisationsgrad war schon in der Barockzeit ein Wettbewerbsvorteil. Oft setzten sich die Bregenzerwälder Baumeister damit gegen Konkurrenten durch. Sie brachten komplette Bautrupps aus ihrer Heimat mit, garantierten Qualitätsarbeit und übernahmen mitunter die Bauabwicklung. Das Handwerkswissen wurde zumeist innerhalb von Familien mündlich überliefert. So war der Fortbestand der „Auer Zunft“ über Generationen gesichert.
Mobil und vernetzt:
Die Baumeister aus dem Bregenzerwald erkannten bereits damals das Potenzial regionaler Zusammenarbeit. Sie knüpften berufliche und familiäre Netzwerke und waren für die damalige Zeit erstaunlich mobil. Im Winter führten die Meister ihre Bauverhandlungen. Im Frühling zogen Bautrupps mit bis zu 200 Arbeitern zu Fuß an ihre Arbeitsorte. Nicht selten waren die Baustellen bis zu 300 Kilometer entfernt.
Gehen und bleiben:
In vielen Haushalten waren die Männer von März bis November auf Baustellen. Das Leben zuhause organisierten die Frauen. Doch nicht in allen Haushalten wuchs der Wohlstand. Macht und Einfluss hatten weiterhin Großbauern, Säumer und die Kirche. Die Dorfstruktur änderte sich. Einige der Baumeister zogen für immer fort, andere blieben in Au und brachten einen bürgerlichen Lebensstil ins Dorf.
Öffnungszeiten
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Sonntag |
Geschlossen |
Montag |
Geschlossen |
Dienstag |
Geschlossen |
Mittwoch |
Geschlossen |
Donnerstag |
Geschlossen |
Freitag |
Geschlossen |
Samstag |
Geschlossen |
Öffentliche Führungen am Dienstag um 17:00 Uhr, Freitag um 15:30 Uhr und Sonntag um 10:30 Uhr
Bilder
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